Über das Stadion:
Im Herzen der ewigen Stadt, eingebettet in das imposante Sportareal des Foro Italico, thront das Stadio Olimpico di Roma. Es ist weit mehr als nur eine Sportstätte; es ist ein lebendiges Denkmal römischer Geschichte und Leidenschaft, eine Arena, die Zeugnis unzähliger dramatischer Momente im Fußball und darüber hinaus ablegt.
Die Wurzeln
Die Geschichte des Stadions beginnt in den 1930er Jahren. Unter der Ägide von Benito Mussolini wurde es als Teil des Foro Italico (damals Foro Mussolini) konzipiert und 1937 als Stadio dei Cipressi eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg in Stadio dei Centomila umbenannt, erfuhr es eine massive Erweiterung, um der steigenden Begeisterung für den Sport gerecht zu werden.
Olympische Weihen
Seine endgültige Transformation zum heutigen Stadio Olimpico erfolgte für die XVII. Olympischen Sommerspiele 1960 in Rom. Als Hauptaustragungsort für die Eröffnungs- und Schlusszeremonie sowie Leichtathletikwettbewerbe wurde es zum Symbol des Wiederaufbaus und der Rückkehr Italiens auf die internationale Bühne.
Die Bühne des Weltfußballs
Das Stadio Olimpico ist die Heimat der beiden Hauptstad-Rivalen, die die Hauptstadt spalten: des AS Roma und von SS Lazio. Die packenden Duelle zwischen diesen Vereinen, bekannt als das Derby della Capitale, füllen die Curva Sud und Curva Nord regelmäßig mit einer einzigartigen, elektrisierenden Atmosphäre.
International war es Austragungsort des Finales der FIFA Weltmeisterschaft 1990, bei dem Deutschland gegen Argentinien triumphierte. Auch mehrere UEFA Champions League-Finals, darunter die von 1996 und 2009, wurden hier ausgetragen. Zudem fanden hier Spiele der Fußball-Europameisterschaften von 1968, 1980 und 2020 statt. Darüber hinaus dient es als Austragungsort für die Heimspiele der italienischen Rugby-Nationalmannschaft im Six Nations Turnier und als Kulisse für zahlreiche Konzerte.
Mit seiner Kapazität von über 70.000 Zuschauern und seiner tief verwurzelten Geschichte bleibt das Stadio Olimpico di Roma ein Pilgerort für Sportfans aus aller Welt und ein unverzichtbarer Teil der römischen Identität.