EFL Championship
Pride Park Stadium
Ticket & Statistiken
Wie wir herausgefunden haben, sind die Zugverbindungen von London in die East Midlands hervorragend für Groundhopping-Trips geeignet. Diese Chance nutzten wir um uns ein Spiel in Derby anzusehen. Derby liegt am Fuss Derwent und ist mit seiner Silk Mill auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Spinnereien im Derwent Valley".
Als Spiel stand die Championship-Partie Derby County gegen Swansea City auf dem Programm. Derby County war 1888 ein Gründungsmitglied der English Football League. Seine größten Erfolge feierte Derby in den 70er Jahren mit 2 Meistertiteln. Den ersten Titel holten sie 1972 unter Trainer Brian Clough. In der nächsten Saison scheiterten sie im Europapokal der Landesmeister erst im Halbfinale an Juventus Turin.
Brian Clough thront auch als Statue vor dem Pride Park Stadium und erinnert an diese erfolgreiche Zeit. Clough war danach auch Trainer von Nottingham Forest mit denen er 1978 die Meisterschaft sowie 1979 und 1980 den Europapokal der Landesmeister holte. Die Straße zwischen Derby und Nottingham wurde 2005 in Brian Clough Way umbenannt. Zwischen diesen erfolgreichen Stationen wurde er auch als Trainer von Leeds United verpflichtet. Diese Zusammenarbeit war aber eher wenig von Erfolg gekrönt. Die Gründe dafür sind vielschichtig und wurden 2009 als "The Damned United" verfilmt.

Der Weg vom Bahnhof zum Stadion ist zwar kurz, doch leider war das Wetter eher britisch angehaucht. Da das Wetter in London etwas besser aussah, war man für diese Wetterbedingungen eher schlecht adjustiert. Gott sei Dank war genau gegenüber des Stadions ein Sports Direct und man konnte diesen bekleidungstechnischen Fauxpas durch ein paar Schnäppchen ausbügeln. Eigentlich wollte man ja im Fanshop zuschlagen, doch da konnte beim Stadion keiner gefunden werden. Danach genoss man noch eine kulinarische Stadionwurst, bevor man sich ins Stadions begab.
Das Pride Park Stadium ist eine gute Mischung aus klassischem britischen Stadionbau mit engen Eingängen und Einlässen mit Backstein-Optik und einem modernen Stadion-Innenraum mit moderner Gastronomie. In Summe ein tolles Stadion, dass auch bei dieser Partie gut gefüllt war.

Das Spiel versprach von der Papierform her spannend zu werden, spielten doch der 8. und der 11. der letzten Saison gegeneinander. Die Partie ging auch gleich flott los und Derby erzielte ein schnelles Tor, was aber wegen Abseits aberkannt wurde. Doch dieser kurze Schock schien Swansea so richtig aufzuwecken, denn quasi im Gegenzug erzielte Joseph Opoku nach einem Konter den Führungstreffer für die Gäste. Danach entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor und Derby hatte Mühe sich im Spiel zu halten. Gerade als man dachte es würde mit diesem knappen Rückstand in die Halbzeit gehen, erzielte Ji-sung Eom das 2:0.
Nach der Halbzeit hatte Derby eine kurze Phase wo etwas mehr Druck ausgeübt werden konnte, doch vor dem Tor blieben sie viel zu harmlos. Eine vorzeitige Entscheidung konnte Swansea aber nicht herbeiführen, hatte aber keine Mühe den Vorsprung zu verteidigen. Erst in der Nachspielzeit setzte Ronald mit dem 3:0 den Schlusspunkt unter eine doch eher einseitige Partie, die vom Publikum auch mit dem einen oder anderen Pfiff quittiert wurde.
Danach ging es bei trockenem Wetter über einen etwas längeren Fußweg zurück in die Innenstadt, wo man sich das UNESCO-Weltkulturerbe Derby Silk Mill sowie das Museum of Making anschaute. Danach setzte wieder Regen ein und man verbrachte den restlichen Nachmittag im "The Iron Ram" bevor man sich wieder per Zug zurück nach London begab.