Über das Stadion:
Das Stadio Friuli in Udine, im Friaul gelegen, ist weit mehr als nur die Heimspielstätte des Traditionsvereins Udinese Calcio. Es ist ein architektonisches Symbol und spiegelt die Entwicklung des italienischen Stadionbaus über Jahrzehnte hinweg wider.
Historische Wurzeln
Eröffnet 1976, ersetzte es das alte Stadio Moretti. Entworfen von den Architekten Giuseppe Pasquale und Giuliano Parmegiani, war es ursprünglich ein Mehrzweckstadion mit Leichtathletikbahn. Eine Besonderheit war die offene Nordkurve, die einen Blick auf die Landschaft freigab – ungewöhnlich für europäische Stadien. Mit einer anfänglichen Kapazität von über 40.000 Plätzen war es für große Sportereignisse konzipiert.
Die moderne Transformation
Zwischen 2013 und 2016 erfuhr das Stadio Friuli eine umfassende Renovierung zu einem reinen Fußballstadion. Die Leichtathletikbahn wich, Tribünen rückten näher ans Spielfeld und alle Sitzplätze wurden überdacht. Diese Modernisierung reduzierte die Kapazität auf etwa 25.000 Plätze, erhöhte aber Komfort und Sicherheit. Udinese Calcio erwarb das Stadion 2013 von der Stadt, ein innovativer Schritt in Italien. Während dieser Phase trug es von 2016 bis 2023 den Sponsorennamen Dacia Arena.
Ein neues Design und Identität
Die markanteste Veränderung betraf die alte offene Nordkurve, die einer modernen Glasfassade mit Geschäftsräumen und VIP-Logen Platz machte. Diese Seite bildet nun die Hauptfassade und verleiht dem Stadion ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Die Verbundenheit zwischen Udinese Calcio und seiner Heimstätte ist spürbar. Seit 2023 trägt das Stadion offiziell den Namen Bluenergy Stadium, wird aber von vielen Fans weiterhin als Stadio Friuli bezeichnet.
Das Stadio Friuli ist ein Beispiel für die gelungene Modernisierung eines Traditionsstadions, das seine Identität bewahrt und den Sprung ins 21. Jahrhundert meisterte. Es ist ein stolzes Wahrzeichen für Udine und ein Juwel des italienischen Fußballs.